Mit Datenklau zu Steuereinnahmen – fragwürdig, nicht?
Beinahe stündlich tauchen neue Angebote an deutsche Bundesländer auf, mit geklauten Daten über mutmassliche Steuersünder die Staatskassen wieder klingeln zu lassen. Wieder hagelt es Kritik am Schweizerischen Finanzplatz, die Diskussion über die “Steueroase” Schweiz wird neu lanciert. Offenbar scheint inzwischen jedes Mittel Recht, potenzielle Steuersünder zu überführen.
Steuerbetrug und Steuerhinterziehung sind heutzutage längst keine Kavaliersdelikte mehr - auch wenn uns die Kollegen von Links das immer wieder glauben machen wollen - und werden mit der erforderlichen Härte geahndet. Erschreckend ist für mich jedoch Folgendes: Offenbar haben unsere benachbarten Regierungen ihren Finanzhaushalt überhaupt nicht mehr in Griff. Überbordende Ausgaben, die Bequemlichkeit notwendige Reformen anzugehen und die Motivation, für sich und seine Wählerschaft möglichst viel vom Kuchen abzuschneiden haben dazu geführt, offenbar jedes Mittel zu rechtfertigen, das zu Steuereinnahmen führt.
Als wären die Regierungen beim Dealer um die Ecke, wird mit Verbrechern ein Geschäft abgeschlossen – wohlgemerkt auch noch mit Steuergeldern finanziert! Stattdessen sollten sie sich daran machen, die Steuerlast zu reduzieren – wer will schon den ganzen Monat arbeiten, um danach mehr als die Hälfte des hart verdienten Geldes dem Staat zu überlassen? Kein Wunder ist der Anreiz für Steuerbetrug und Steuerhinterziehung besonders hoch. Gerade rot-grüne Kreise sollten sich dessen bewusst sein, fordern sie sonst immer präventive Massnahmen.
Es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis der Nacktscanner nicht mehr nur am Flughafen steht – sondern zu Hause schon meine Wohnung durchleuchtet, um potenziell relevante Steuerdaten aufzuspüren.





